Umgang mit traumatisieren Kunden/Kundinnen

Menschen mit Flucht-, Kriegs- oder Gewalterfahrungen begegnen heute in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens – etwa in Behörden, Jobcentern, Ausländerbehörden, Sozialämtern, Bildungseinrichtungen, Beratungsstellen sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Für Mitarbeitende bedeutet dies, Gespräche professionell, empathisch und zugleich sicher zu gestalten.
Viele Betroffene haben belastende oder traumatische Erfahrungen gemacht. Diese können sich unter anderem in Form einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) oder anderer Traumafolgestörungen äußern. Im Gespräch können bestimmte Reize oder Situationen ungewollt Erinnerungen an belastende Ereignisse auslösen (sogenannte Trigger). Dies kann zu starken emotionalen oder körperlichen Reaktionen führen, die für Außenstehende oft unerwartet erscheinen.
Ein traumasensibler Umgang hilft dabei, solche Auslösereize möglichst zu vermeiden und Gespräche so zu führen, dass Sicherheit, Wertschätzung und Handlungsfähigkeit auf beiden Seiten erhalten bleiben. Gleichzeitig lernen die Teilnehmenden, typische Anzeichen traumatischer Belastungen zu erkennen, angemessen darauf zu reagieren und ihre eigene professionelle Rolle zu stärken.
Das Seminar vermittelt praxisnahes Wissen über Trauma und Traumafolgestörungen sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Berufsalltag. Ziel ist es, die Gesprächsführung mit belasteten Menschen sicherer zu gestalten, Eskalationen vorzubeugen und sowohl die Betroffenen als auch die Mitarbeitenden zu entlasten.
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